HEMA Köln Langschwert und Seitschwert Regelwerk
Das Turnierregelwerk Stand 06/2026
Das Turnier wird auf Grundlage des DDHF Rahmenregelwerks sowie der Regelwerke Symphony of Steel (Langschwert) und dem Bologneser Regelwerk (Seitschwert) mit den in diesem Dokument beschriebenen Anpassungen durchgeführt.
Das Ringen ist an beiden Turniertagen ein vollwertiger Bestandteil des Regelwerks. Die sichere Ausführung von Ringtechniken, Würfen sowie das sichere Fallen und Geworfenwerden werden bei allen Teilnehmenden vorausgesetzt.
Entspricht eine Waffe oder ein Ausrüstungsteil nicht den geforderten Sicherheitsstandards, behält sich die Turnierleitung vor, die betreffende Person nicht zum Turnier zuzulassen.
Die Mindestausrüstung entspricht den Vorgaben des DDHF Rahmenregelwerks. Erforderlich sind mindestens 350 N Schutzkleidung sowie eine Fechtmaske der Schutzstufe Level 2 (1600 N). Für die Schutzkleidung werden 800 N ausdrücklich empfohlen.
Karten und Strafen
Das Turnier verwendet die Kartenregelung des DDHF Rahmenregelwerks.
Vereinheitlichung der Roten Karte
Um während des gesamten Turnierwochenendes eine einheitliche Bedeutung der Roten Karte sicherzustellen, wird die Wirkung der Roten Karte in beiden Turnieren als deutliche sportliche Strafe verstanden.
Eine Rote Karte soll mehr sein als eine Verwarnung, aber noch nicht den Verlust des gesamten Gefechts bedeuten. Sie dient dazu, gefährliches, unsportliches oder wiederholt regelwidriges Verhalten wirksam zu sanktionieren.
Die nachfolgenden Regelungen ersetzen die entsprechenden Bestimmungen der jeweiligen Waffenregelwerke.
Gelbe Karte
Eine Gelbe Karte ist eine Verwarnung und hat keine unmittelbare Auswirkung auf die Wertung des Gefechts.
Sie wird nach Abschluss der Wertung des Waffengangs ausgesprochen.
Ein weiterer entsprechender Verstoß innerhalb desselben Gefechts führt zur Roten Karte.
Rote Karte
Die Rote Karte führt zu einer deutlichen sportlichen Strafe.
Langschwert (Symphony of Steel)
- 3 Lebenspunkte (LP) Abzug.
Seitschwert (Bologneser Regelwerk)
- Der Waffengang gilt als verloren.
- Die gegnerische Person erhält zusätzlich 3 Punkte.
Schwarze Karte
Eine Schwarze Karte führt zum sofortigen Verlust des Gefechts.
Langschwert (Symphony of Steel)
- Das Gefecht gilt als verloren.
- Die gegnerische Person erhält die maximale Wertung für das Gefecht.
Seitschwert (Bologneser Regelwerk)
- Das Gefecht gilt als verloren.
- Die gegnerische Person erhält die maximale Wertung für das Gefecht.
Eskalation
Gelb → Rot → Schwarz
Bei grober Unsportlichkeit, vorsätzlicher Gefährdung, absichtlicher Verletzung oder besonders schweren Regelverstößen kann der Kampfrichter unmittelbar eine Schwarze Karte aussprechen. Zusätzlich kann ein Ausschluss vom Turnier erfolgen.
Richtlinie zu Härte und Sicherheit
Kontrollierte Treffer mit angemessener Kraft sind zulässig. Die Sicherheit der Fechtenden hat jederzeit Vorrang vor der Trefferabsicht.
Gelbe Karte
Insbesondere bei:
- geringfügigen Regelverstößen ohne unmittelbare Gefährdung
- fahrlässigen Treffern auf verbotene Trefferzonen
- Aufschlagen der Klinge auf dem Hallenboden
- erstmaliger leichter unnötiger Härte
- sonstigem unsportlichen Verhalten geringer Schwere
Rote Karte
Insbesondere bei:
- deutlicher unnötiger oder übermäßiger Härte
- wiederholter unnötiger Härte nach Verwarnung
- Treffern auf verbotene Trefferzonen mit erheblicher Kraft
- gefährlichen oder unkontrollierten Würfen
- wiederholten Regelverstößen nach Gelber Karte
Schwarze Karte
Insbesondere bei:
- absichtlicher Gefährdung eines Gegners
- vorsätzlichen Treffern gegen verbotene Trefferzonen
- besonders gefährlichen oder rücksichtslosen Aktionen
- grob unsportlichem Verhalten
- Tätlichkeiten außerhalb des regulären Kampfgeschehens
- fahrlässiger oder vorsätzlicher Verletzung des Gegners durch regelwidriges oder gefährliches Verhalten
- gefährlichem Verhalten trotz vorheriger Verwarnungen oder Strafen
Karten gelten nur für das aktuelle Gefecht und werden nicht auf nachfolgende Gefechte übertragen.
Verbotene Trefferzonen
Treffer auf unzureichend geschützte oder empfindliche Körperbereiche sind verboten.
Hierzu zählen:
- Hinterkopf
- Nacken
- Rücken
- Genitalbereich
- Füße
Treffer auf diese Bereiche werden nicht gewertet.
Das absichtliche Zudrehen von Rücken oder Hinterkopf zum Gegner, um Treffer zu vermeiden oder Angriffe zu vereiteln, ist verboten.
Verstöße gegen diese Regel werden grundsätzlich mindestens mit einer Gelben Karte geahndet.
Erfolgt der Treffer mit deutlicher Härte, erkennbarer Rücksichtslosigkeit oder führt er zu einer besonderen Gefährdung, kann unmittelbar eine Rote oder Schwarze Karte ausgesprochen werden.
Die Kampfrichter sind ausdrücklich angehalten, die Sicherheit der Fechtenden höher zu bewerten als den sportlichen Erfolg einer Aktion.
Zusätzliche Turnierregeln (gelten für Langschwert und Seitschwert)
Würfe
Begründung der Anpassungen im Bereich Ringen und Würfe
Die Regelung
„Würfe, bei denen der Geworfene ausgehoben wird, sind entgegen dem DDHF Rahmenregelwerk verboten.“
wird für dieses Turnier angepasst.
In der praktischen Anwendung würde diese Formulierung einen Großteil der im historischen Fechten sowie in verwandten Ringkampfsystemen üblichen Würfe erfassen. Hiervon betroffen wären unter anderem Hüftwürfe sowie viele Varianten von Takedowns. Die Regel wäre daher nur schwer konsistent umzusetzen und würde zu erheblichen Auslegungsspielräumen für Kampfrichter führen.
Stattdessen wird eine klarere Abgrenzung über ausdrücklich verbotene Wurfarten vorgenommen.
Darüber hinaus wird die Regelung zu Beinfegern angepasst. Der Begriff „Beinfeger“ wird im DDHF Rahmenregelwerk nicht näher definiert. Dadurch ist eine eindeutige Unterscheidung zwischen erlaubten und verbotenen Aktionen in der Kampfrichterpraxis nur eingeschränkt möglich.
Die vorliegenden Anpassungen sollen deshalb die Nachvollziehbarkeit der Entscheidungen erhöhen, die Kampfrichter entlasten und eine einheitliche Anwendung der Regeln gewährleisten.
Abweichend von den jeweiligen Waffenregelwerken sind grundsätzlich alle Würfe erlaubt.
Folgende Würfe sind verboten:
- Würfe, bei denen die geworfene Person auf Kopf oder Nacken landet.
- Eingesprungene Selbstfallwürfe.
- Würfe, die durch Hebelwirkung über verschränkte Gelenke an Armen oder Beinen erzwungen werden.
- Würfe, die durch Hebelwirkung auf den Nacken oder die Halswirbelsäule erzwungen werden.
Die Sicherheit der geworfenen Person hat jederzeit Vorrang. Der Kampfrichter kann einen Wurf bereits im Ansatz abbrechen, wenn eine sichere Ausführung nicht gewährleistet erscheint.
Einsatz der Waffe im Ringen und bei Würfen
Während eines Ringens oder eines Wurfvorgangs ist der Einsatz der Waffe gegen Hinterkopf, Nacken und Rücken des Gegners nicht erlaubt.
Dies gilt sowohl für Schläge, Stiche und Schnitte als auch für das bewusste Drücken, Hebeln oder Belasten dieser Bereiche mit der Waffe oder Teilen der Waffe.
Verstöße können durch den Kampfrichter als verbotene Aktion gewertet und entsprechend sanktioniert werden.
Doppeltreffer und Nachschlag
Langschwert (Symphony of Steel)
Nachschlagzeit
Nach einem gültigen Treffer hat die getroffene Person zwei Tempi Zeit, einen Nachschlag anzubringen.
Doppeltreffer
Treffen beide Fechter:innen innerhalb der Nachschlagzeit, werden die Treffer beider Fechter:innen gewertet.
Seitschwert (Bologneser Regelwerk)
Nachschlag
Ein Nachschlag ist zulässig, wenn er unmittelbar nach dem erhaltenen Treffer erfolgt und mit maximal einem Schritt ausgeführt wird. (Ein Tempo)
Doppeltreffer
Doppeltreffer werden für beide Fechter:innen entsprechend ihrer Trefferwertung gewertet.
Der Waffengang gilt für keinen der beiden Fechter:innen als unbeschadet überstanden.
Ein gültiger Nachschlag wird wie ein Doppeltreffer gewertet.
Punktevergabe
Punktevergabe Seitschwert
| Trefferart | Punkte |
| Treffer zum Kopf oder Hals (Hieb, Schnitt oder Stich) | 3 |
| Stich zum Torso | 3 |
| Erfolgreiche Ringaktion oder Wurf | 3 |
| Alle übrigen gültigen Treffer | 1 |
| Ringaus (beide Füße außerhalb der Fläche) | 1 |
Ringaus führt zusätzlich zum Verlust des Waffengangs.
Punktevergabe Langschwert (Symphony of Steel)
| Aktion | Punkte |
| Hieb zum Kopf oder zur Oberseite der Schultern | 2 |
| Stich zum Kopf oder Torso | 2 |
| Erfolgreicher Wurf (Werfender bleibt stehen) | 2 |
| Hieb oder Stich zu allen übrigen gültigen Trefferzonen | 1 |
| Dominanz im Ringen | 1 |
| Entwaffnung | 1 |
| Ringaus (beide Füße außerhalb der Fläche) | 1 |
| Schnitt zum Kopf oder Hals | 1 |
| Schnitt zu allen übrigen Trefferzonen | 0 |
Zusätzliche Regelungen
- Der Hals wird für die Trefferwertung dem Kopf zugeordnet.
- Ringaus liegt vor, sobald beide Füße eines Fechter:innen s die Fechtfläche vollständig verlassen haben.
- Einhändig ausgeführte Treffer können maximal 1 Punkt erzielen.
- Bei mehreren Treffern innerhalb eines Waffengangs wird der höherwertige Treffer gewertet.
Videobeweis (Finalkämpfe)
Finalkämpfe werden mit Videobeweis durchgeführt.
Jede kämpfende Person hat pro Gefecht das Recht auf einen Einspruch gegen eine Kampfrichterentscheidung. Der Einspruch ist unverzüglich nach Bekanntgabe der Entscheidung anzumelden.
Der Einspruch wird durch den Ruf:
„Einspruch“
angezeigt. Eine Begründung ist nicht erforderlich.
Wird dem Einspruch stattgegeben, bleibt das Einspruchsrecht für dieses Gefecht bestehen.
Wird dem Einspruch nicht stattgegeben, verfällt das Einspruchsrecht für den Rest des Gefechts.
Nach einem Einspruch überprüft der Hauptrichtende die verfügbaren Videoaufnahmen.
Alle Aktionen und Ereignisse, die der Hauptrichtende auf den Videoaufnahmen eindeutig erkennen kann, dürfen bei der Entscheidungsfindung und Wertung berücksichtigt werden. Die Überprüfung ist dabei nicht auf den ursprünglich beanstandeten Aspekt beschränkt.
Die Entscheidung des Hauptrichtenden nach Sichtung des Videobeweises ist endgültig.
Turnierformat
Langschwert (Symphony of Steel)
Das Langschwertturnier beginnt mit einer Poolphase.
Die Platzierung innerhalb der Pools erfolgt gemäß dem Symphony of Steel Regelwerk. Die bestplatzierten Fechter:innen qualifizieren sich anschließend für die K.O.-Phase.
Ab der K.O.-Phase wird das Turnier im direkten Ausscheidungsmodus fortgesetzt. Der Sieger eines Gefechts zieht in die nächste Runde ein, der Verlierer scheidet aus dem Turnier aus.
Seitschwert (Bologneser Regelwerk)
Das Seitschwertturnier beginnt mit einer Poolphase. (3 Pools)
Die jeweils zwei bestplatzierten Fechter:innen jedes Pools qualifizieren sich für den Final Pool.
Im Final Pool treten die sechs qualifizierten Fechter:innen im Round-Robin-Format gegeneinander an. Die Ergebnisse des Final Pools bestimmen die Plätze 1 bis 6 des Turniers.
Durch dieses Format erhalten alle Teilnehmer zusätzliche Gefechte gegen Fechter:innen mit vergleichbarer Leistung. Gleichzeitig ermöglicht es eine genauere Platzierungswertung über das gesamte Teilnehmerfeld
Ziel der Turnierformate
Die unterschiedlichen Formate orientieren sich an den jeweiligen Regelwerken:
- Das Langschwertturnier setzt nach den Pools auf direkte Ausscheidungsgefechte und einen klaren Turniersieger.
- Das Seitschwertturnier setzt auf einen Final Pool der sechs bestplatzierten Fechter:innen , um den Turniersieg durch zusätzliche Vergleichsgefechte zwischen den stärksten Teilnehmern zu ermitteln.
Zugelassene Waffen
Frühes Rapier oder Seitschwert der Renaissance
Als Waffen werden Schwerter mit folgenden Eigenschaften zugelassen:
1. Klingenlänge
die Länge der Klinge muss zwischen 80cm und 95cm (inkl. Ricasso, also bis zur Parierstange) liegen.
2. Klingengeometrie
Die Spitze muss 1cm Durchmesser aufweisen. Die Klinge muss an der Kreuzstange eine Breite von maximal 5 cm aufweisen.
3. Gesamtlänge
die Gesamtlänge der Waffe darf 115cm nicht übersteigen.
4. Länge Parierstange
die Länge der Parierstange muss zwischen 10cm und 30cm liegen. Parierelemente sind zulässig, jedoch keine Körbe.
5. Masse
Die Gesamtmasse der Waffe muss zwischen 0,9kg und 1,4kg liegen.
6. Biegeverhalten
die Klinge muss bei einem Prüfgewicht von ca. 12,5 kg nachgeben
7. Sicherheitsmodifikationen
Die Spitze muss getaped oder mit einem Gummitipp versehen sein, egal ob es sich um eine Tropfenform oder einen gebogene Spitze handelt. Die Waffe muss in einem gepflegten allgemein sicher wirkendem Zustand sein.
Langschwert oder Federschwert
Als Waffen werden ausschließlich Fechtfedern oder Federschwerter mit folgenden
Eigenschaften empfohlen:
- Klingenlänge — Die Länge der Klinge darf 105cm nicht übersteigen.
- Gesamtlänge — Die Gesamtlänge der Waffe darf 140cm nicht übersteigen.
- Länge Parierstange — Die Länge der Parierstange muss zwischen 20cm und 30cm
liegen. Parierelemente (Bügel, Ringe) außer der Parierstange sind nicht erlaubt. Die
Enden dürfen keine Spitzen haben. - Masse — Die Gesamtmasse der Waffe muss zwischen 1,2kg und 1,8kg liegen.
- Biegeverhalten — Die Klinge muss bei einem Prüfgewicht von 15kg sichtbar
nachgeben. - Schilt — Der Schilt muss gerundet sein, eine Verletzung des Gegners durch
eventuelle Spitzen muss ausgeschlossen sein. - Das Schwert muss einen allgemein gepflegten und sicheren Eindruck machen.
English:
Tournament Ruleset (Version 06/2026)
This tournament is conducted under the DDHF Framework Ruleset as well as the Symphony of Steel (Longsword) and Bolognese Fencing (Sidesword) rulesets, with the modifications described in this document.
Grappling is a full part of the ruleset on both tournament days. All participants are expected to be capable of safely executing and receiving grappling techniques, throws, and takedowns, as well as falling safely.
If a weapon or piece of equipment does not meet the required safety standards, the tournament organizers reserve the right to deny participation.
Minimum equipment requirements follow the DDHF Framework Ruleset. At least 350N protective clothing and a Level 2 (1600N) fencing mask are required. 800N protective clothing is strongly recommended.
Cards and Penalties
This tournament uses the card system of the DDHF Framework Ruleset.
Standardization of the Red Card
To ensure a consistent meaning of the Red Card throughout the tournament weekend, the Red Card is treated in both tournaments as a significant sporting penalty.
A Red Card is intended to be more than a warning, but less than the loss of an entire match. It serves to effectively sanction dangerous, unsportsmanlike, or repeatedly rule breaking behavior.
The following regulations replace the corresponding provisions of the respective weapon rulesets.
Yellow Card
A Yellow Card is a warning and has no direct impact on the scoring of the bout.
It is issued after the scoring of the exchange has been completed.
A further similar offense within the same bout results in a Red Card.
Red Card
A Red Card results in a significant sporting penalty.
Longsword (Symphony of Steel)
- Loss of 3 Life Points (LP).
Sidesword (Bolognese Ruleset)
- The exchange is considered lost.
- The opposing competitor is awarded an additional 3 points.
Black Card
A Black Card results in the immediate loss of the bout.
Longsword (Symphony of Steel)
- The bout is considered lost.
- The opposing competitor receives the maximum possible score for the bout.
Sidesword (Bolognese Ruleset)
- The bout is considered lost.
- The opposing competitor receives the maximum possible score for the bout.
Escalation
Yellow → Red → Black
In cases of severe unsportsmanlike conduct, intentional endangerment, deliberate injury, or particularly serious rule violations, the referee may issue a Black Card immediately. Additional exclusion from the tournament may also be imposed.
Guidelines on Force and Safety
Controlled strikes delivered with appropriate force are permitted. The safety of all competitors takes precedence over scoring intentions at all times.
Yellow Card
Typically issued for:
- Minor rule violations without immediate danger.
- Accidental strikes to prohibited target areas.
- Striking the hall floor with the weapon.
- A first instance of unnecessary but minor excessive force.
- Other minor unsportsmanlike conduct.
Red Card
Typically issued for:
- Clear unnecessary or excessive force.
- Repeated unnecessary force after a warning.
- Strikes to prohibited target areas delivered with significant force.
- Dangerous or uncontrolled throws.
- Repeated rule violations following a Yellow Card.
Black Card
May be issued immediately for:
- Intentional endangerment of an opponent.
- Deliberate strikes to prohibited target areas.
- Particularly dangerous or reckless actions.
- Grossly unsportsmanlike conduct.
- Physical altercations outside normal fencing actions.
- Negligent or intentional injury of an opponent through dangerous or rule breaking behavior.
- Dangerous conduct despite previous warnings or penalties.
Cards apply only to the current bout and do not carry over to subsequent bouts.
Prohibited Target Areas
Strikes to insufficiently protected or particularly vulnerable areas of the body are prohibited.
These include:
- Back of the head
- Neck
- Back
- Groin
- Feet
Strikes to these areas will not be scored.
Intentionally presenting the back or back of the head to an opponent in order to avoid a hit or evade an attack is prohibited.
Violations of this rule will normally result in at least a Yellow Card.
If such a strike is delivered with significant force, clear recklessness, or creates a particular safety risk, a Red or Black Card may be issued immediately.
Referees are expressly instructed to prioritize the safety of competitors over sporting success.
Additional Tournament Rules
(Applicable to both Longsword and Sidesword)
Throws
Reasoning Behind the Grappling and Throwing Modifications
The rule:
„Throws in which the thrown person is lifted off the ground are prohibited under the DDHF Framework Ruleset.“
has been modified for this tournament.
In practice, this wording would prohibit a large proportion of throws commonly used in historical fencing and related grappling systems, including hip throws and many single leg and double leg takedowns. As a result, the rule would be difficult to apply consistently and would leave considerable room for interpretation by referees.
Instead, a clearer distinction is made through the explicit definition of prohibited throw types.
Additionally, the regulation concerning leg sweeps has been adjusted. The term „leg sweep“ is not defined in the DDHF Framework Ruleset, making it difficult to consistently distinguish between permitted and prohibited actions.
These modifications are intended to improve transparency, assist referees, and ensure consistent application of the rules.
Unless otherwise stated in the weapon specific rulesets, all throws are permitted.
The following throws are prohibited:
- Throws that cause the thrown person to land on the head or neck.
- Jumping sacrifice throws.
- Throws enforced through twisting or crossed joint locks on the arms or legs.
- Throws enforced through leverage on the neck or cervical spine.
The safety of the thrown person always takes priority. A referee may stop a throw before completion if safe execution cannot be ensured.
Use of the Weapon During Grappling and Throws
During grappling or the execution of a throw, the use of the weapon against the opponent’s back of the head, neck, or back is prohibited.
This includes strikes, thrusts, cuts, as well as intentionally pressing, levering, or applying pressure with the weapon or parts of the weapon against these areas.
Such actions may be judged as prohibited actions and sanctioned accordingly by the referee.
Double Hits and Afterblows
Longsword (Symphony of Steel)
Afterblow Window
After a valid hit, the struck competitor has two tempi to deliver an afterblow.
Double Hits
If both competitors score within the afterblow window, both hits will be counted.
Sidesword (Bolognese Ruleset)
Afterblow
An afterblow is valid if it is delivered immediately after receiving a hit and is executed with no more than a single step (one tempo).
Double Hits
Double hits are scored for both competitors according to the value of their respective hits.
The exchange is not considered to have been completed unharmed by either competitor.
A valid afterblow is treated as a double hit.
Scoring
Sidesword Scoring
Action | Points |
Hit to the head or neck (cut, thrust, or slice) | 3 |
Thrust to the torso | 3 |
Successful grappling action or throw | 3 |
Any other valid hit | 1 |
Ring out (both feet outside the fighting area) | 1 |
A ring out additionally results in the loss of the exchange.
Longsword Scoring (Symphony of Steel)
Action | Points |
Cut to the head or top of the shoulders | 2 |
Thrust to the head or torso | 2 |
Successful throw (thrower remains standing) | 2 |
Any other valid cut or thrust | 1 |
Dominance in grappling | 1 |
Disarm | 1 |
Ring out (both feet outside the fighting area) | 1 |
Slice to the head or neck | 1 |
Slice to any other target area | 0 |
Additional Rules
- The neck is scored as part of the head.
- A ring out occurs when both feet of a competitor completely leave the fighting area.
- One handed strikes may score a maximum of 1 point.
- If multiple hits occur within a single exchange, only the highest scoring hit is counted.
Video Review (Final Matches)
Final matches will be conducted with video review.
Each competitor is entitled to one appeal per bout against a referee decision. The appeal must be declared immediately after the decision has been announced.
An appeal is indicated by calling:
„Appeal“
No explanation is required.
If the appeal is upheld, the competitor retains the right to appeal again during the same bout.
If the appeal is denied, the right to appeal is forfeited for the remainder of the bout.
Following an appeal, the Head Referee will review the available video footage.
Any actions or events that the Head Referee can clearly identify on the footage may be taken into account when making a ruling or assigning scores. The review is not limited to the specific aspect that was originally challenged.
The decision of the Head Referee after reviewing the footage is final.
Tournament Format
Longsword (Symphony of Steel)
The Longsword tournament begins with a pool phase.
Placements within the pools are determined according to the Symphony of Steel ruleset. The highest ranked competitors advance to the knockout stage.
From the knockout stage onward, the tournament is conducted as a direct elimination bracket. The winner of each bout advances to the next round, while the loser is eliminated from the tournament.
Sidesword (Bolognese Ruleset)
The Sidesword tournament begins with a pool phase consisting of three pools.
The two highest ranked competitors from each pool qualify for the Final Pool.
Within the Final Pool, the six qualified competitors fence each other in a round robin format. The results of the Final Pool determine places 1 through 6 of the tournament.
This format provides additional bouts between competitors of comparable performance and allows for a more accurate determination of the final rankings.
Purpose of the Tournament Formats
The different formats reflect the philosophy of their respective rulesets:
- The Longsword tournament uses direct elimination after the pool phase to determine a clear tournament winner.
- The Sidesword tournament uses a Final Pool consisting of the six highest ranked competitors in order to determine the tournament winner through additional comparison bouts between the strongest participants.
Approved Weapons
Early Rapier or Renaissance Sidesword
The following weapon specifications apply:
- Blade Length
The blade length must be between 80 cm and 95 cm, including the ricasso and measured up to the crossguard.
- Blade Geometry
The tip must have a minimum diameter of 1 cm.
At the crossguard, the blade width must not exceed 5 cm.
- Overall Length
The total length of the weapon must not exceed 115 cm.
- Crossguard Length
The crossguard must be between 10 cm and 30 cm in length.
Additional guard elements are permitted, but full basket hilts are not allowed.
- Weight
The total weight of the weapon must be between 0.9 kg and 1.4 kg.
- Flexibility
The blade must flex when subjected to a test load of approximately 12.5 kg.
- Safety Modifications
The tip must be secured with tape or a rubber tip, regardless of whether the blade features a spatulated or rolled tip.
The weapon must be in good condition and present no apparent safety concerns.
Longsword or Feder
The following weapon specifications apply:
- Blade Length
The blade length must be between 80 cm and 95 cm, including the ricasso and measured up to the crossguard.
- Blade Geometry
The tip must have a minimum diameter of 1 cm.
At the crossguard, the blade width must not exceed 5 cm.
- Overall Length
The total length of the weapon must not exceed 115 cm.
- Crossguard Length
The crossguard must be between 10 cm and 30 cm in length.
Additional guard elements are permitted, but full basket hilts are not allowed.
- Weight
The total weight of the weapon must be between 0.9 kg and 1.4 kg.
- Flexibility
The blade must flex when subjected to a test load of approximately 12.5 kg.
- Safety Modifications
The tip must be secured with tape or a rubber tip, regardless of whether the blade features a spatulated or rolled tip.
The weapon must be in good condition and present no apparent safety concerns.






